Deine Haare, Dein Weg - wir gehen ihn gemeinsam!
Lange Haare richtig waschen
Du hast einen Kurzhaarschnitt oder Bob und hast bisher immer "einfach gewaschen", ohne groß drüber nachzudenken? Klar, super! Im Vergleich zu langen Haaren sind kurze Frisuren vor allem in der Wäsche oft pflegeleichter, und lange Verknotungen oder Schäden in den Längen fallen nicht so ins Gewicht oder kommen schlicht nicht vor.
Für Deine (zukünftigen) lange Haarpracht gibt es hier die besten Tipps, wie Du lange Haare richtig waschen solltest.

Vorher die Haare bürsten
Richtig gelesen - VOR der Haarwäsche bitte kämmen
Nasse Haare sind deutlich empfindlicher als trockene. Löse also vor der Dusche oder Haarwäsche schon alle vorhandenen Knötchen und kämme Deine Haare gründlich, aber sanft durch.
Nach der Wäsche und dem Antrocknen kannst Du dann direkt mit Fönen beginnen, ohne das feuchte Haar bürsten zu müssen.

Shampoo richtig anwenden
Weniger ist mehr! Und nur auf die Kopfhaut, bitte.
Verwende nur eine haselnussgroße Menge Shampoo, schäume es in den Händen auf und verteile es gleichmäßig auf der Kopfhaut. Massiere die Kopfhaut sanft, um Schmutz und überschüssiges Öl zu entfernen. Die Haarlängen bekommen beim Ausspülen genug ab!

Die richtige Spülung
Extrapflege einbringen und die Haare verwöhnen
Benutze eine Spülung, die zu Deinem Haar passt. Spüle diese dann gründlich mit lauwarmem Wasser aus, um alle Kosmetik-Reste zu entfernen. Ein letzter Kaltwasserdurchgang schließt die Haarstruktur und verleiht Glanz - und über Kopf erledigt frierst Du nicht dabei!

Haar trocknen sanft wie ein Profi
Sanft trocknen statt heftig durchglühen
Vermeide zu heißes Föhnen von pitschnassem Haar! Tupfe Deine Haare vorsichtig mit einem Handtuch ab bzw. drücke sie aus und wickel sie für eine Weile in ein Handtuch, anstatt sie zu reiben. Super dafür ist auch ein Turban aus Mikrofaser. Dann kannst Du die Ansätze föhnen. Lass Deine Haare gerne (komplett oder nur die Längen) an der Luft trocknen, um Schäden zu vermeiden.
Wie häufig muss ich lange Haare waschen?
FriseurInnen sind sich einig : Haare sollten nicht öfter als ein- bis zweimal pro Woche gewaschen werden. Dies hilft, die natürlichen Öle zu bewahren, die das Haar kräftigen und den Längen Glanz verleihen. Vor allem die Spitzen sollten nicht ständig durch Waschen und Trocknen strapaziert werden.
Deine Kopfhaut ist eben auch - Haut. Mit Poren und Haarfollikeln, aus denen Deine Haare wachsen. Wieviel Talk, also Fett Deine Poren absondern ist auch eine Gewohnheit Deiner Kopfhaut. Durch häufiges Haarewaschen fettet die Haut auch schneller nach. Du kannst das regulieren, indem Du die Abstände zwischen Haarwäschen allmählich verlängerst.
Aber was, wenn Deine Haare so fettig sind, dass Du Dich unwohl fühlst?!
Der Trick: Längen und Kopfhaut getrennt waschen
Ein- bis zweimal pro Woche waschen ist ideal und auch für die Längen gut, damit sie von Staub und Stylingrückständen befreut werden. Im Alltag hast Du vielleicht aber noch Sport vor, oder Dein Haaransatz fettet schneller nach und Du fühlst Dich unwohl. Dann hilft Dir, was Du bisher mit kurzem oder mittellangem Haar vermutlich nie gemacht hast: Oberkopfwäsche!
So geht die Oberkopfwäsche
Sobald Deine Haare knapp schulterlang sind, klappt es mit der Oberkopfwäsche.
- Binde Dir einen festen Pferdeschwanz tief im Nacken.
- Knie Dich vor die Dusche oder Badewanne, lege Dir am besten gleich ein Handtuch vor Dir bereit.
- Mit dem Duschkopf befeuchtest Du Deinen Scheitel, die Längen bitte trocken lassen!
- Shampoo gründlich in Deinen Händen aufschäumen und dann auf dem Kopf vorsichtig einmassieren. Versuche dabei, den Zopf nicht zu lockern - deshalb ist auch das gute Aufschäumen wichtig.
- Vornüber gebeugt kannst Du den Schaum ausspülen.
- Sanft trockentupfen, Zopf lockern und liebevoll den Ansatz trocken fönen - oder lufttrocknen lassen.
Je länger Deine Haare werden, desto mehr Zeit sparst Du durch die Oberkopfwäsche. Schon bei einer Haarlänge bis zum Schlüsselbein ist Dein tiefer Waschzopf ca. eine Handspanne lang. Das sind die Haarlängen, die Du nicht zu fönen brauchst.


Eine Oberkopfwäsche ist die perfekte Abwechslung zur Vollwäsche - welche mit Pflege und Fönen auch deutlich länger dauert. Die Oberkopfwäsche hingegen geht zack-zack!
Der einzige Nachteil: Das Fleckchen Kopfhaut direkt unter dem tiefsitzenden Zopf im Nacken wird nicht oder weniger gereinigt. Aber ob das überhaupt auffällt?
(Spoiler: Nein. Nie. Oder es hat sich noch niemand getraut, etwas zu sagen. Also alles paletti.)
Oberkopfwäsche - klappt! Nicht?
Ein guter Rhythmus ist eine Vollwäsche und ein bis zwei Oberkopfwäschen pro Woche - je nach Haartyp und auch abhängig von Deinen Aktivitäten, Stylingansprüchen und Zeit, die Du Dir für Haarpflege nehmen möchtest.
Anfangs werden Dir bei der Oberkopfwäsche vor allem die vorderen Strähnen aus dem Zopf rutschen und ebenfalls nass werden. Das ist kein Problem und wird mit jedem Zentimeter mehr Länge weniger geschehen.
AnfängerInnen-Tipp: Anfänglich mit nacktem Oberkörper probierem!
Hinterher: Pflege nicht vergessen! Wenn Du Spülung bzw. Conditioner nutzt, dann natürlich nur auf die nassen Scheitelhaare aufbringen.
Schneller geht es mit einem Haarschutzöl, das Du sparsam (!) auf die feuchten Haare aufbringst. Es schützt Deine Haare vor Föhnhitze, pflegt und duftet. Wie frischgewaschene Haare eben!
Und was ist mit Trockenshampoo?
Trockenshampoo kann ebenfalls eine Lösung sein, um den Haaransatz zu entfetten, ohne das gesamte Haar zu waschen. Vor allem für die Umgewöhnungsphase von häufig Haarewaschen bis weniger waschen kann es Dich über einen weiteren Tag ohne Haarewaschen retten. Allerdings: Das Puder liegt auch nach dem Auskämmen noch auf Deiner Kopfhaut und kann Deine Haut reizen. Deshalb wichtig: Haare nach einem Trockenshampoo-Tag unbedingt komplett oder nur den Oberkopf waschen. Vergleich es mit Make-up und Gesichtspuder - die würdest Du vor dem Schlafengehen auch gründlich abschminken, falls Du Make-up benutzt.